Vysočina

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Vysočina
Vysočina
voller Leben
Praha
Jihlava
Brno
Chotěboř
Ždírec nad Doubravkou
Ledeč nad Sázavou
Svratka
SVĚTLÁ NAD SÁZAVOU
Jimramov
HAVLÍČKŮV BROD
Přibyslav
ŽĎÁR NAD SÁZAVOU
HUMPOLEC
Bystřice nad Pernštejnem
WIE KOMMT MAN IN DIE REGION VYSOČINA
Polná
PACOV
PELHŘIMOV
JIHLAVA
Černovice
Velké Meziříčí
In die Region Vysočina zu kommen, kann nicht einfacher sein – was einer der vielen Vorzüge dieser Erholungsdestination ist. Nur
anderthalb Stunden dauert die Fahrt mit dem Auto aus Prag und nur eine Stunde der Weg aus Brünn in unsere Bezirksstadt Jihlava.
Brtnice
Kamenice nad Lipou
Třešť
Eine breite Palette an Informationen über das Reisen ist unter der Internetadresse: www.region-vysocina.cz zu finden.
Počátky
TŘEBÍČ
Náměšť nad Oslavou
TELČ
Hrotovice
Jaroměřice nad Rokytkou
MORAVSKÉ BUDĚJOVICE
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ZAUBER DER NATUR
Symphonie von Wäldern und Seen
Die Region Vysočina befindet sich direkt
im Herzen Europas an der Grenze von
Böhmen und Mähren. Ihre Besucher
schätzen insbesondere die unberührte
natürliche Schönheit und die unvergesslichen
Naturszenerien der Böhmisch-Mährischen
Höhen (Českomoravská vrchovina), die den
Großteil der Region einnehmen.
Die bewaldeten Hügel der Vysočina machen
blühenden Wiesen und ausgedehnten
Tälern mit vielen romantischen
Steinformationen Platz, die von Straßen
und Wegen durchzogen werden, die von
ausgewachsenen Bäumen gesäumt sind.
Von alters her sind auch Seen Teil der
Vysočina, wobei der älteste von ihnen
bereits im 13. Jahrhundert angelegt wurde.
In der Vergangenheit wurden hier auch
mehrere Stauseen errichtet, von denen
viele als Trinkwasserspeicher dienen, und
einige wurden populäre Erholungsorte. Die
Vysočina gehört zum sogenannten Dach
Europas. Über ihr Gebiet verläuft in einer
Länge, die einhundert Kilometer übersteigt,
die wichtigste europäische Wasserscheide
zwischen dem Schwarzen Meer und
der Nordsee. Die Vysočina ist auch das
Quellgebiet vieler Flüsse, die hier quer durch
die gesamte Landschaft ein dichtes Netz
bilden.
Dank ihrem natürlichen und kulturellen
Reichtum sind viele Teile der Vysočina zu
besonders geschützten Gebieten erklärt.
Eines der bekanntesten geschützten
Gebiete ist das Landschaftsschutzgebiet
Žďárské vrchy (Saarer Berge), das mit
seinen Steinformationen, den Urwaldresten
oder den seltenen Arten von Torfpflanzen
zu den wirklichen Schmuckstücken der
Region gehört. Auch weitere Gebiete
haben einzigartige Szenerien zu bieten.
Im Flusstal der Doubrava erwartet Sie ein
ungewöhnliches Erlebnis. Das Flussbett,
das von Granitfelsen gesäumt wird, die bis
in eine Höhe von 60 m aufragen, windet
sich in wunderlichen Stromschnellen und
Wasserfällen. Umgekehrt verschlägt die
Steppe Mohelenská hadcová step Ihnen
den Atem mit ihrer einzigartigen Fauna und
Flora, die vom Serpentinit-Untergrund des
hiesigen Gebiets beeinflusst sind.
Das Vorhandensein dieses Gesteins
garantiert hervorragende Bedingungen für
das Auftreten seltener Pflanzen, Farne oder
Zwergbäume. Wenn Sie dem Wandern und
Aufstiegen in größere Höhen über dem Meer
den Vorzug geben, sollten Sie die höchsten
Gipfel der Region nicht verpassen, die
Javořice (837 m) und Devět skal (836 m)
sind. Das ist jedoch nur eine kleine
Aufzählung von all dem, was die hiesige
Natur zu bieten hat.
Der Zauber der sauberen Natur, die Kraft der
frischen Luft und die unwiederholbare Ruhe
der tiefen Waldbestände werden in jedem
Jahr von immer mehr Touristen entdeckt,
die in der Region Vysočina Erholung suchen
und neue Kräfte für das weitere Getriebe des
täglichen Lebens schöpfen.
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HISTORISCHE STÄDTE
Erbe der Vergangenheit
Über viele Jahrhunderte wurde die
malerische Landschaft der Vysočina von
unseren Vorfahren geformt, die in den
tiefen Wäldern entlang beider Seiten der
Grenze zwischen Böhmen und Mähren
Handelswege und Festungen zu ihrer
Verteidigung anlegten. Später bauten sie
hier viele historische und in der heutigen Zeit
hochgeschätzte Denkmäler auf.
Sie kümmerten sich nicht allein um die
Trockenlegung des aufgeweichten Bodens,
sondern förderten später Silber und
gründeten die Dörfer und Städte, die bis zum
heutigen Tag ihren damaligen Ruhm und ihre
Wichtigkeit zeigen und deren Geschichte
bis zum Anfang des 13. Jahrhunderts
zurückreicht. An der Entfaltung und
Verschönerung der Städte, und zwar nicht
nur im Zeitraum von Überfluss und Reichtum,
sondern auch nach Perioden zerstörerischer
Kriege, beteiligten sich viele bekannte
Architekten, Bildhauer und Maler, deren
künstlerische Schmuckstücke Sie auch heute
noch bewundern können. Die Blütezeiten
der Städte wechselten sich jedoch mit Jahren
von Armut und Niedergang ab.
Die Bezirksstadt Jihlava gehörte im
Mittelalter dank dem Fund von Silberadern
zu den reichsten und mächtigsten Städten
des Böhmischen Königreichs. Für die
Sicherheit von Jihlava sorgte eine mächtige
Burgwallbefestigung, deren großer Teil bis
zum heutigen Tag erhalten blieb, ebenso wie
ein mehrstöckiges Labyrinth unterirdischer
Gänge, das die mittelalterlichen Keller auf
dem Marktplatz miteinander verband.
Pelhřimov erhielt sein barockes Aussehen
erst nach einem zerstörerischen Brand im
18. Jahrhundert, nach dem ein kompletter
Aufbau des historischen Kerns stattfand.
Dieser ist von der Stadtmauer mit zwei
Toren umgeben, und Sie finden darin viele
erhaltene mittelalterliche Bürgerhäuser.
Havlíčkův Brod wurde ebenso wie Jihlava an
einem wichtigen Handelsweg gegründet.
Die Giebelhäuser bilden den barocken
Marktplatz, in dessen Mitte ein Steinbrunnen
steht. In fernen Zeiten haben die Städte ihre
Wurzeln, in denen viele reiche Bürgerhäuser,
monumentale Sakralbauten oder
Steinbrücken zu finden sind.
Die reiche Geschichte des Bezirks beweisen
archäologische Funde, schriftliche
Aufzeichnungen, Museumsausstellungen
und Kunstsammlungen.
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WANDERUNG ENTLANG VON BURGEN
Rückkehr ins Mittelalter
Die Atmosphäre des Mittelalters auf den
hiesigen Burgen und Ruinen wird Ihnen bei
vielen sommerlichen Festlichkeiten voller
Gaukler, Fechter und Musikanten nahe
gebracht.
Der Burghof in Lipnice nad Sázavou ist
in den Sommermonaten der Schauplatz
von Musikauftritten, Theatervorstellungen
und Vorführungen von Fechtgruppen.
Der Burgturm bietet eine Aussicht bis
zu einer Entfernung von 70 km. Die
Besichtigungsrunde schließt auch den Besuch
der Waffenkammer
und die Ausstellung gotischer Ofenkacheln,
die Besichtigung der Kapelle des hl.
Laurentius und der weitreichenden
Kellergewölbe mit dem ursprünglichen
mittelalterlichen Brunnen ein.
Der ursprünglich gotische Festung
Roštejn, die später zu einem Jagdschloss
im Renaissancestil umgebaut wurde,
dient derzeit als Ausstellungsort
für eine Sammlung von Porzellan
und Zinngegenständen oder von
zeitgenössischem Möbel und Waffen. In den
Sommermonaten wird es auf der Burg dank
der nächtlichen Gespensterbesichtigungen
lebendig. Die echte Atmosphäre der Burg,
die hier vor einigen Jahrhunderten herrschte,
können Sie bei den Mittelalterlichen
Fechtspielen erleben.
Jährlich im Juli lockt der hiesige
Mittelaltermarkt Hunderte Menschen in
die erhaltene Ruine der Burg Orlík nad
Humpolcem. In der ehemaligen Burgküche
wurde ein mittelalterlicher Ofen entdeckt
und rekonstruiert, wo Sie Ihr eigenhändig
zubereitetes Brot backen oder ihre
Töpferfertigkeiten erproben können.
Auf der Burg in Ledeč nad Sázavou befindet
sich ein Museum mit einer Ausstellung,
welche die Stadtgeschichte vermittelt
und das Leben der hiesigen Handwerker
beschreibt, Sie können hier unter anderem
eine umfangreiche Sammlung von Münzen,
Uhren und Malereien finden. In den
Sommermonaten finden im Hof gelegentliche
Musik- und Theaterauftritte statt.
In der Mitte des dominanten und
ausgedehnten Alpengartens erhebt sich
die Burg Kámen, wo Sie mittels einer
Exposition von altem Möbel Einblick in das
Leben auf der Burg in der 2. Hälfte des
19. Jahrhunderts nehmen können.
Eine sehr beliebte Attraktion für Besucher
der Burg ist die Ausstellung einzigartiger
historischer einspuriger Fahrzeuge, zu den
wertvollsten Stücken gehört zum Beispiel das
Motorrad Laurin und Klement aus dem Jahr
1898.
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BESUCH VON SCHLÖSSERN UND KLÖSTERN
Wallfahrt in die Vergangenheit
Kostümvorführungen, Theaterauftritte oder
geheimnisvolle nächtliche Besichtigungen von
Schlössern bereichern Sie um neue Erlebnisse
und bringen die Geschichte auf ungewöhnliche
Weise näher. Das Renaissanceschloss in
Náměšť nad Oslavou birgt eine einzigartige
Kollektion von Wandgobelins aus dem 16.
bis 19. Jahrhundert. Beeindrucken wird Sie
auch die Schlossbibliothek mit Stuck- und
Freskenausschmückung, die 16 Tausend Bände,
einschließlich der Bibel von Kralice, umfasst.
Im Barockschloss in Jaroměřice nad
Rokytnou, das von einem großräumigen
Garten in französisch-englischen Stil
umgeben ist, finden Sie das ursprüngliche
Interieur mit wertvoller Einrichtung und
vielen Sammlungen. Die hiesige historische
Exposition erinnert an die musikalischen
Traditionen, an welche die Veranstaltung von
Konzerten und das alljährliche Internationale
Musikfestival Petr Dvorský anknüpfen.
Das Schloss Žirovnice birgt eine einzigartige
museale Sammlung, welche die Geschichte
der Perlmuttverarbeitung dokumentiert.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde
die Stadt durch die manuelle Produktion
von Perlmuttknöpfen berühmt. Im Schloss
sehen Sie auch eine wertvolle Sammlung
frühgotischer Wandmalereien.
Die Schlossanlage in Polná ist ein Beispiel für
die Verschiedenartigkeit der Architekturstile
– der gotische Burgpalast, Säle, die mit
Renaissancemalereien verziert sind, aber
auch barocke Wirtschaftsgebäude. Die
Exposition macht Sie mit zeitgenössischen
Handwerken, mit der Nutzung von Stein,
mit einer Sammlung alter Uhren oder
einer historischen Apotheke bekannt.
Im Schlosshof werden häufig Konzerte
veranstaltet.
Ein weiteres ehemaliges Herrschaftsgut
zeugt vom Reichtum der hiesigen
Adelsgeschlechter: in Moravské Budějovice
lernen Sie ausgestorbene Handwerke
kennen, die nicht nur für den ländlichen
Raum, sondern auch für die Stadt typisch
waren. Freunde von Feuerwehrtechnik
kommen in Expositionen auf dem Schloss
in Přibyslav auf ihre Kosten, umgekehrt
vermittelt Ihnen die Ausstellung auf dem
Schloss in Velké Meziříčí die Geschichte
von Brücken und Verkehrswegen in der
Tschechischen Republik. Kamenice nad
Lipou birgt eine reiche Sammlung des
Kunstgewerbemuseums in Prag, und im
Schloss in Nové Město na Moravě finden
Sie eine Galerie mit einer Ausstellung
klassizistischer Bildhauerwerke.
Die Klöster gehörten einst zu den
bedeutendsten Kultur- und Kunstzentren,
wobei eines der ältesten das
Prämonstratenserkloster in Želiv ist. Sein
Gebäudekomplex ist eine der wertvollsten
künstlerischen Anlagen in Tschechien.
Im Prämonstratenserkloster in Nová Říše
können Sie unter anderem die barocken
Wandfresken oder das künstlerisch wertvolle
Mobiliar bewundern.
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DENKMÄLER DER UNESCO
Žďár nad Sázavou
Gegenwärtig stehen in der Tschechischen
Republik zwölf Denkmäler auf dem
Verzeichnis des Weltkultur- und
Weltnaturerbes der UNESCO. Drei von ihnen
befinden sich in der Region Vysočina. Sie
bilden ein imaginäres Dreieck und können
bequem an einem einzigen Wochenende
besucht werden, denn die Entfernung
zwischen ihnen beträgt annähernd 40 km.
Die Wallfahrtskirche des hl. Johannes
von Nepomuk auf Zelená hora in Žďář
nad Sázavou wurde nach Entwürfen des
bekannten Architekten Johann Blasius
Santini-Aichl errichtet, und ist bis heute
eines der einzigartigsten Gebäude der
Barockära in Europa. Dieses Projekt wurde
ihm vom Abt des nahen Zisterzienserklosters
anvertraut, der ein großer Verehrer des hl.
Johannes von Nepomuk war. Die Kirche
wurde im September 1722 geweiht und
wird als Höhepunkt von Santinis Schaffen
angesehen.
Der Grundriss ist in Form eines fünfzackigen
Sterns errichtet, der auch in der Legende
auftaucht, die den gewaltsamen Tod von
Johannes von Nepomuk umgibt, wobei die
Symbolik der Zahl fünf im gesamten Bau
realisiert ist. Im Inneren befinden sich fünf
Altäre, fünf Gänge, auf dem Hauptaltar fünf
Sterne und fünf Engel, und die ganze Kirche
ist völlig von Kreuzgängen mit fünf Toren
und Kapellen umgeben.
Dank der Originalität von Santinis
Barockgotik wurde die Kirche 1994 als
erstes selbständiges Sakralobjekt in der
Tschechischen Republik in das Verzeichnis
des Weltkultur- und Weltnaturerbes der
UNESCO eingetragen. Im 18. Jahrhundert
wurde das nahe Zisterzienserkloster zu einem
Schloss umgebaut, in dem jetzt auch eine
Ausstellung, die Santinis Werk dokumentiert,
eine Ausstellung, die historischen Klavieren
gewidmet ist, sowie das Buchmuseum,
das die Entwicklung der Bücher und des
Buchdrucks in Europa erfasst, zu finden sind.
www.zelena-hora.eu
DENKMÄLER DER UNESCO
Telč
Charakteristisch für die Stadt Telč, die zu
Recht für eine der schönsten Städte in der
Tschechischen Republik gehalten wird,
ist der dreieckige Marktplatz, der von
Bürgerhäusern mit Renaissancegiebeln
und gotischen Arkaden gesäumt
wird. Das einzigartige Aussehen der
Stadt wird durch zwei erhaltene Tore,
Barockbrunnen und Statuen ergänzt.
Das Schloss bildet zusammen mit dem
Marktplatz eine architektonische Einheit
von außergewöhnlichem Wert, die 1992
in das Verzeichnis des Weltkultur- und
Weltnaturerbes der UNESCO eingetragen
wurde. Die ursprünglich gotische Burg, die
in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhundert
zu einem grandiosen Renaissanceschloss
umgebaut wurde, ist einer der am besten
erhaltenen architektonischen Komplexe
in der Tschechischen Republik. Besonders
wertvoll ist sein Interieur, wo es hölzerne
Kassettendecken, zeitgenössisches Möbel,
eine Kollektion historischer Waffen und
künstlerische Sammlungen gibt.
Der Schlosshof und die historischen Säle
sind ein beliebter Ort für künstlerische
Auftritte. Die Anlage ist von einem Park
umgeben, und in einem der Flügel befindet
sich ein Museum, das die Geschichte der
Stadt und die Entwicklung unterschiedlicher
Handwerkszweige dokumentiert.
www.telc.eu
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DENKMÄLER DER UNESCO
Třebíč
Das dritte Denkmal in der Region Vysočina,
dem die Ehre zuteil wurde, in das Verzeichnis
der UNESCO eingetragen zu werden, ist seit
Juli 2003 die romanisch-gotische Basilika des
hl. Prokop zusammen mit dem Judenviertel
und dem jüdischen Friedhof in Třebíč.
Die Basilika ist einer der nationalen Schätze
mittelalterlicher Architektur. Mit dem Bau
der Kirche, die ursprünglich der Jungfrau
Maria geweiht war, wurde in der ersten
Hälfte des 13. Jahrhunderts als Bestandteil
des Benediktinerklosters begonnen, das
hier 1101 gegründet wurde. Das Gebäude
erlitt beträchtliche Schäden während
unterschiedlicher kriegerischer Konflikte,
die in den böhmischen Ländern im
15. Jahrhundert ausbrachen, und mehr
als zwei Jahrhunderte diente es als Stall,
Speicher oder Biersudhaus.
Zwischen 1725 und 1731 wurde es erneut
zu sakralen Zwecken genutzt und dem hl.
Prokop geweiht. Zu den wertvollsten Teilen
der Basilika gehören die Krypta, das Gewölbe
des Presbyteriums, das Rundfenster und
das steinerne Eingangsportal. Die heutige
Gestalt des Interieurs stammt aus den Jahren
1924 – 1935. In der Nähe befindet sich das
ehemalige Kloster, das im 16. Jahrhundert
zu einem Schloss umgebaut wurde, in dem
heute ein Museum seinen Sitz hat, dessen
Sammlungen die Entwicklung der Stadt und
die Geschichte der hiesigen traditionellen
Krippen nachzeichnen.
Das einzigartige städtische Judenviertel
wurde im Mittelalter auf einem
verhältnismäßig schmalen Landstreifen
errichtet und ist von einem hohen Abhang
auf der einen und dem Fluss auf der anderen
Seite umgeben. Die dichte Bebauung
der Häuser umfasst alle Elemente, die für
die jüdische Architektur typisch sind, wie
winkelige Sträßchen, eines neben dem
anderen emporgewachsene Häuschen,
gewölbte Passagen oder in den Felsen
geschlagene Treppen. Das verwahrloste
Areal war einst von einer Sanierung
bedroht, zu Beginn der 90er Jahre kam
es jedoch zu einer positiven Wandlung,
so dass die Einzigartigkeit dieses Gebiets
wahrgenommen wurde, und seit dieser
Zeit wird ihm sein ursprüngliches Gesicht
zurückgegeben. Schrittweise kam es hier
zum Aufbau von Wohnungen, zahlreichen
Restaurants, Weinstuben und Galerien.
Der wirkliche Höhepunkt beim Besuch des
Judenviertels sind die beiden Synagogen.
Die vordere Synagoge, die in der Mitte des
17. Jahrhunderts errichtet wurde, dient
heute als Bethaus der Tschechoslowakischen
Hussitischen Kirche. Die hintere Synagoge
vom Ende des 17. Jahrhunderts wurde
im Renaissance-Barock-Stil errichtet. Ihre
Wandmalereien mit Ornamental- und
Blumenmustern zusammen mit hebräischen
liturgischen Texten wurden restauriert. Die
Synagoge wurde der Öffentlichkeit nach
umfangreichen Restaurationsmaßnahmen
im Jahr 1997 zugänglich gemacht, heute
dient sie zur Veranstaltung verschiedener
Ausstellungen und Konzerte.
Der große jüdische Friedhof birgt beinahe
3000 Grabmäler, die ältesten von ihnen
stammen aus dem Jahr 1625. Gerade diese
sind der Beweis für die jahrhundertelange
Existenz der jüdischen Gemeinde in Třebíč.
www.mkstrebic.cz
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DENKMÄLER DER JÜDISCHEN BESIEDLUNG
An vielen Orten der Vysočina finden Sie
Denkmäler der jüdischen Besiedlung –
einzelne Häuser, Stadtviertel, Synagogen. Ihrer
Rekonstruktion wird in vielen Orten große
Aufmerksamkeit gewidmet, und obgleich die
Synagogen nicht mehr ihrem ursprünglichen
Zweck dienen, sind sie der Öffentlichkeit als
Ausstellungs- und Konzerträume zugänglich.
Infolge des unsensiblen Vorgehens der letzten
Jahrzehnte blieben jedoch die jüdischen
Friedhöfe an vielen Stellen die einzige
Erinnerung.
Eines der ältesten und bedeutendsten
Zentren der jüdischen Besiedlung befindet
sich in Třebíč. Die Anlage besteht aus einem
einzigartigen, gut erhaltenen Judenviertel
mit 123 Häusern und zwei Synagogen,
sie birgt auch einen großen jüdischen
Friedhof. Es gelang hier, eine außerordentlich
wertvolle Einheit eines selten gut erhaltenen
mittelalterlichen Ghettos zu retten und zu
beleben, in das langsam der altertümliche
Genius Loci zurückkehrt, den zahlreiche
Generationen der hiesigen Juden hier
schufen.
Im Judenviertel in Třešť finden Sie außer
86 Gebäuden auch eine Synagoge,
die im Empirestil errichtet wurde und als
einzige in der Tschechischen Republik auch
Arkaden hat. Auf dem hiesigen jüdischen
Friedhof, der von einer Steinmauer
eingegrenzt ist, befinden sich wertvolle
Grabsteine barocken und klassizistischen
Typs. Das Judenviertel in Polná, das in
der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts
errichtet wurde, birgt 32 überwiegend
einstöckige Gebäude. Es hat zwei Teile – die
ursprüngliche Stadt mit dem Grundriss in
Gestalt eines Dreiecks und den unteren
Marktplatz, den sog. Rabbi Platz. In den
Räumen der Synagoge ist das Regionale
Jüdische Museum untergebracht. Der
jüdische Friedhof am Stadtrand stammt aus
dem 16. Jahrhundert.
In Velké Meziříčí wurde das Judenviertel
im 15. Jahrhundert am Ufer des Flusses
Oslava gegründet. Von den ursprünglichen
101 Häusern blieben 63 erhalten, an vielen
sind imposante architektonische Details zu
finden. In der erneuerten ehemaligen alten
Synagoge befindet sich ein Museum, das
sich mit der hiesigen jüdischen Geschichte
befasst.
Die rekonstruierte Synagoge in Golčův
Jeníkov wurde 1873 errichtet, und heute
wird sie als Magazin des Jüdischen Museums
in Prag genutzt. Der jüdische Friedhof in
Ledeč nad Sázavou gehört zu den ältesten
in Tschechien. Auch hier befindet sich eine
rekonstruierte Synagoge, die sowohl als
Ausstellungs- als auch als Konzertraum dient.
AUF DEN SPUREN BEDEUTENDER PERSÖNLICHKEITEN
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Die Region Vysočina ist Geburt- und
Wirkungsort vieler bedeutender
Persönlichkeiten, die in den
unterschiedlichsten Zweigen menschlicher
Tätigkeit berühmt wurden. Eine Reihe
berühmter Maler, Architekten, Schriftsteller
und Wissenschaftler wurden in der Vysočina
geboren und blieben der hiesigen Region
ihr ganzes Leben lang verbunden. Andere
entdeckten die Vysočina bei ihren Reisen
und kehrten anschließend regelmäßig
hierher zurück, um sich immer aufs Neue
von der malerischen Landschaft der Vysočina
inspirieren zu lassen.
Die bedeutendste Persönlichkeit im Bereich
der Musik ist zweifelsohne Gustav Mahler.
In dem kleinen Dorf Kaliště u Humpolce
können Sie das Geburtshaus dieses
weltbekannten Dirigenten und Komponisten
besuchen. Das Haus, in dem später der
junge Gustav Mahler mit der Familie lebte,
befindet sich in Jihlava, und darin ist eine
Dauerausstellung zu finden, die der Familie
von Gustav Mahler, seinem Leben und Werk
gewidmet ist. Die Beziehung von Gustav
Mahler zum Landstrich Vysočina wird auch
von der Dauerausstellung des Museums in
Humpolec beschrieben. Das Gustav Mahler
gewidmete Musikfestival ist eines der
wichtigsten musikalischen Ereignisse in der
Region.
Ein weiterer ausgezeichneter Komponist
und Geiger von Weltbedeutung ist Jan
Václav Stamic, dessen Geburtshaus sich
am Marktplatz in Havlíčkův Brod befindet.
Zur Erinnerung an die Bedeutung dieser
Persönlichkeit und an sein Werk findet
jährlich das Festival Stamicovy slavnosti statt.
Mit der Region Vysočina sind auch viele
literarische Künstler verbunden. Karel
Havlíček Borovský, der tschechische Dichter,
Journalist, Begründer des tschechischen
Journalismus und Literaturkritiker, ist eng mit
dem Dorf verbunden, wo er 1821 geboren
wurde. Er gab dem Dorf seinen Namen und
das Dorf gab ihm seinen Namen. Er stammt
aus der Gemeinde Borová, die heute seinen
Ehren das Attribut Havlíčkova trägt, und
Karel Havlíček begann wiederum umgekehrt
seine Werke als Borovský zu unterzeichnen.
Das Geburtshaus von Karel Havlíček Borovský
ist heute zum nationalen Kulturdenkmal
erklärt, im Inneren befindet sich eine
Exposition, die an das Leben und Werk des
berühmten Landsmannes erinnert.
Nur wenige wissen, dass das Schicksal
des guten Soldaten Schwejk sich in einem
kleinen Häuschen unter der majestätischen
Burg Lipnice formte. Hier setzte sich nämlich
am Ende seines Lebens der Weltenbummler
Jaroslav Hašek nieder, und hier schrieb er
das Werk, das ihm über die Grenzen hinaus
Ruhm einbrachte. An den Aufenthalt dieses
Schriftstellers in Lipnice, an sein Werk und
sein Leben erinnert Sie heute das „JaroslavHašek-Denkmal“, das in seinem Häuschen
eingerichtet ist, das Grab des Schriftstellers
auf dem alten Friedhof und die Statue am
Denkmal unter der Burgtreppe.
Das malerische Städtchen Jimramov ist der
Geburtsort von gleich drei bedeutenden
Schriftstellern. Gedenktafeln sind an den
Geburtshäusern der Brüder Vilém und Alois
Mrštík und von Jan Karafiát angebracht.
Eine unauslöschliche Spur hinterließ in der
Vysočina Otokar Březina, mit bürgerlichem
Namen Václav Jebavý, ein bedeutender
tschechischer Dichter. Er wurde in Počátky
geboren und starb in Jaroměřice nad
Rokytnou, wo er auf dem hiesigen Friedhof
auch begraben ist. Auf seinem Grab steht
eine Statuengruppe, die von Březinas Freund
František Bílek, dem berühmten Bildhauer,
geschaffen wurde und den Teil „Der
Schöpfer und seine Schwester Schmerz“
trägt. Inspiration für ihr Werk fanden in der
Vysočina auch die Dichter Jakub Deml und
Antonín Sova. Nur wenige Eingeweihte
wissen, dass in einem Bürgerhaus in Třešť der
Urheber des japanischen Wirtschaftswunders
Josef Alois Schumpeter, ein bedeutender
Wirtschaftler, Wissenschaftler und Jurist,
geboren wurde. Heute befindet sich im
Haus ein Museum, das mit einer seiner
Expositionen an das Leben und Werk des
berühmten Landsmannes erinnert. Ein
weiteres Denkmal, das mit der Familie
Schumpeter verbunden ist, finden Sie auf
dem hiesigen Friedhof, es handelt sich am
die Pseudorenaissancekrypta der Familie
Schumpeter – Kilián.
In der Stadt Brtnice, dem Geburtsort des
bekannten Architekten Josef Hoffmann,
können Sie in seinem Geburtshaus die
Dauerausstellung „Zeitloses Design“
besuchen. Absicht dieser Ausstellung ist es,
Gegenstände vorzustellen, die bis heute von
führenden österreichischen Firmen genau
nach den Originalentwürfen von Hoffman
hergestellt werden und auf ihre Zeitlosigkeit
aufmerksam zu machen.
Nové Město na Moravě wurde auch dank
den von hier stammenden akademischen
Bildhauern Vincenc Makovský und Jan Štursa
berühmt. Vielen ihrer Werke können Sie in
der Stadt begegnen. Seine Geburtsregion
Vysočina hielt der akademische Maler,
Graphiker, Illustrator und Bühnenbildner
Jan Zrzavý auf der Leinwand fest. Eine
Exposition, die sein Werk und Leben vorstellt,
können Sie im Gedenksaal in Krucemburk
besuchen. Auf dem örtlichen Friedhof ist er
auch begraben.
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AKTIVURLAUB
Erleben Sie Abenteuer und Adrenalin
Die Region Vysočina ist für einen Aktivurlaub
direkt prädestiniert. Ihre Natur ist von
Hunderten Kilometern an Wanderwegen
durchzogen (2 700 km), die auf Lehrpfaden
Unterhaltung und Wissensbereicherung
anbieten. An die Fernradwege sind zahllose
regionale Strecken angebunden (2 200 km).
Die Schönheit der hiesigen Natur können
Sie auch vom Pferderücken aus genießen
(850 km Reitwege). Baden in Naturbädern
kann mit dem Baden in Hallenbädern
oder Aquaparks abgewechselt werden.
Große Seen sind ein Paradies für Segler
und Windsurfer, während die Stauseen für
Wassersport und Angeln wie geschaffen
sind. Auch Tennisplätze, Golfplätze,
Sporthallen, Winterstadien, Seilzentren und
anderen Sportareale fehlen jedoch nicht.
Wintersportfans werden sicher die perfekten
Langlaufbedingungen begrüßen. Die
wichtigsten Skizentren befinden sich im
nördlichen Teil der Region, der sich im
Winter in ein Skiparadies mit Hunderten
Kilometern an Langlaufloipen für Profiund Freizeitskiläufer verwandelt. Mehr als
40 Abfahrtsareale werden vor allem von
Skianfängern oder Familien mit Kindern
genutzt. Wirklich aktive Erholung bietet der
Urlaub auf dem Bauernhof, bei dem Sie die
Möglichkeit haben, Haustiere kennen zu
lernen und sich an den landwirtschaftlichen
und bäuerlichen Arbeiten zu beteiligen,
die Ihnen im normalen Leben fern oder
manchmal auch unerreichbar sind. Ruhige
Erholung versprechen die tiefen Wälder,
die zum Pilzesammeln und zu langen
Spaziergängen einladen.
Für jeden Besucher hält die Region
Vysočina aktive Betätigung gemäß seinen
Vorstellungen bereit.
LEBENDIGE TRADITIONEN
Traditionelle Folklore und Volkshandwerke
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Die Region Vysočina war Zeuge der
Entfaltung vieler Handwerke. Aus den
ältesten Zeiten ist der Silberbergbau
das bekannteste. Bis heute erinnert der
Bergmannsumzug von Jihlava, bei dem jedes
zweite Jahr zeitgenössisch gekleidete Kinder
an den vergangenen Ruhm und die schwere
Arbeit der Bergarbeiter erinnern.
Unbestritten das wichtigste Handwerk, das
in der Vysočina betrieben wurde, war die
Tuchmacherei. Weltruhm erwarben sich
jedoch auch die Glasbläser.
Das Können und die Präzision der
fernen Handwerker beweisen die
Weihnachtskrippen in Třešť und Třebíč, die
bis zum heutigen Tag funktionieren und
durch ihre Größe und die Durchgestaltung
der einzelnen Details in Erstaunen
versetzen. Der Beginn der Tradition des
Handwerks der Weihnachtskrippen in
der Vysočina lässt sich zweihundert Jahre
zurückdatieren. Das Bauen von Krippen
wurde eines der Weihnachtssymbole, und
zwar besonders in Städten mit entwickelter
Manufakturtradition. Während für die
Region Třebíč Weihnachtskrippen aus Papier,
die in Moos auf Holzfüßen platziert sind,
typisch sind, werden die Figuren in Třešť
aus Holz geschnitzt. Gegenwärtig gibt es
in Třešť Dutzende aktiver Amateurschnitzer.
Ihre Krippen sind im örtlichen Museum,
im sog. Schumpeter-Haus zu sehen. An
Weihnachten, ab dem Heiligen Abend bis zur
Lichtmess (2. Februar) sind in Privathäusern
um die zwanzig Krippen zu sehen. Diese bis
heute dauernde Krippentradition wird von
Jahr zu Jahr populärer, was die Anzahl der
Besucher nicht allein aus Tschechien, sondern
auch aus dem Ausland beweist.
Viele Handwerke blieben nur noch in Gestalt
von Volksliedern und Tänzen erhalten, die
Folkloregruppen mit Erfolg sowohl zu Hause
als auch im Ausland vorführen.
Einige traditionelle Gebräuche blieben bis
heute erhalten. In vielen Dörfern feiern
die Einwohner jedes Jahr Fastnacht, in
Masken wandern sie alle Gebäude ab und
wünschen den neuzeitlichen Landwirten ein
erfolgreiches weiteres Jahr. Die Ankunft des
Frühlings wird mit dem „Verbrennen der
Hexen“ und der Errichtung des Maibaums
gefeiert.
Eine aufrecht erhaltene Sommertradition sind
auch die mit einem Jahrmarkt verbundenen
Wallfahrten.
Fotos: Archiv Vysočina Tourism
Herausgeber: Vysočina Tourism 2011
Graphik, Druckvorbereitung, Druck: 20 – 20 Vision Graphics
European Union
European Regional Development Fund
Investing in Your Future
Die Publikation ist Teil eines Projekts, das von
der Europäischen Union aus dem Europäischen
Fonds für regionale Entwicklung mitfinanziert wird.
Vysočina Tourism, Zuschussorganisation
www.vysocinatourism.cz
E-mail: [email protected]
www.region-vysocina.cz
UNVERKÄUFLICH.

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