Geschichte Der Neptunbrunnen ersetzte im Jahre 1826 den älteren

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Geschichte Der Neptunbrunnen ersetzte im Jahre 1826 den älteren
Geschichte
Der Neptunbrunnen ersetzte im Jahre 1826
den älteren Holzbrunnen, der vor dem alten
Reichenberger Rathaus auf dem Altstädter
Marktplatz (heute Dr. E. Beneš Platz) stand.
Im Jahre 1896, drei Jahre nach dem Abriss
des alten Reichenberger Rathauses, wurde
der Brunnen um einige Meter weiter Richtung
Mitte des Marktplatzes versetzt und mit einem
Metallgeländer versehen. Im Jahre 1925 musste
dieser dem nach dem Entwurf von Franz
Metzner neu gefertigten Brunnen weichen
und wurde aus diesem Grunde auf den NerudaPlatz versetzt. Im Jahre 1964 wurde
der Neptunbrunnen zum Kulturdenkmal erklärt.
Im Jahre 1994 wurde die Skulptur des Neptuns
samt Sockel und Geländer abgebaut
und in Restauratorenateliers
gebracht.
In den nachfolgenden Jahren wurden daran
fortlaufend
restauratorische
Arbeiten
vorgenommen. So beispielsweise im Jahre
1995 am Geländer, zwischen 1995-1997
am Skulptursockel sowie an der Statue
des Neptun
selbst.
Gleichzeitig
wurde
eine Kopie der Neptunplastik angefertigt – dies
wurde seitens des akademischen Bildhauers
Jíří Novák durchgeführt. Im Jahre 2004 wurde
die
stark
verfallene
Brunnenwanne
vom unteren Teil des Mittelsockels abgelöst
und auf dem Gelände des Technischen
Dienstes der Stadt Liberec a. s. deponiert.
Der Neptunbrunnen
ist
das
letzte
übriggebliebene Belegstück für die historische
Art und Weise der Trinkwasserversorgung
der Stadt. Die Absicht der Statutarstadt
Liberec, dem Eigner dieses Denkmals, war
die Vornahme
von
Restaurationsarbeiten
an den überlieferten Brunnenelementen, deren
komplette Ausführung und sodann die erneute
Bestückung und Inbetriebnahme des Brunnens
auf dem Dr. E. Beneš Platz in Liberec, der seit
dem Jahre 1945, in welchem der Metznersche
Brunnen abgebaut wurde, ohne Brunnen verblieb.
Im Jahre 2009 wurden nach Erlangung
der Bewilligung
zur
Wiedereinsetzung
des Kulturdenkmals auf dem zentralen Marktplatz
in
Liberec
sowie
nach
Beendigung
der dazugehörigen Verfahren die ersten Schritte
des Vorhabens vorgenommen. Unter Nutzung
der Fördermittel
des
Kulturministeriums
der Tschechischen
Republik
wurden
Restaurationsarbeiten
am
Brunnen
selbst
vollzogen. Im Jahre 2010 wurden nachfolgend
weitere Schritte zu dessen Wiederaufstellung
auf dem Dr. E. Beneš Platz durchgeführt; diese
betrafen
sowohl
die
Ausgestaltung
der Fundamentplatte
unter
dem
Brunnen
einschlieβlich der unterirdischen Schächte,
den Ausbau der Anschlussleitungen sowie auch
das technologische Umfeld und die Bestückung
des Stadtmobiliars - d. h. der Bänke rund um
den Brunnen. Die Einsetzung des Brunnen erfolgte
im Juli 2010, zum Datum des 31. Juli 2010 wurde
der Brunnen in Betrieb genommen.
Beschreibung
Die Wanne des Neptunbrunnens besitzt die Form
eines unregelmäβigen Achtecks und besteht aus
Sandstein. Die Seitenwände enden in gewölbten
Deckplatten – der Handlauf des den
Brunnenumfang kopierenden Geländers sodann
besteht aus Eisen, durch Schmiedearbeiten
ausgeformt
und
verziert.
Die
beiden
Zugangsstufen, die den gesamten Brunnenumfang
umrahmen, bestehen aus Granit. Die beiden
seitlichen Platten der Brunnenwanne sind an der
Auβenwand mit einem durch ein vegetabiles
Motiv ausgefülltes sowie ein weiteres Feld, das
durch eine Aufschrift in deutscher Sprache verziert
ist. In einem Feld befindet sich eine dreizeilige
Aufschrift 1823 // Joseph Miller // derzeit
Bürgermeister. Im zweiten Feld ist eine zweizeilige
Aufschrift
ersichtlich:
Adalbert
Linke
//
Steinmetzmeister. Im Mittelteil befindet sich
ein einfaches,
prismenförmiges
Untergestell,
auf dem der hohe Sockel aufgesetzt wurde, der an
den Seiten mit subtil ausgearbeiteten Schnecken
bedacht ist, welche in einem hohen Kapitell
mit massiv
profiliertem
Gesims
münden,
das seinerseits im Mittelteil des Halbbogens
einfließen. Oben auf dem Fundament ist die Plastik
des Neptuns angebracht, der beidhändig einen
Dreizack zu seiner Rechten hält. Am Fuβe der Statur
befindet sich ein als Wasserspeier fungierender
Delfin.
Interessantes
Der Brunnen wird sich ganzjährig in Betrieb
befinden. Damit es in der Winterzeit nicht zum
Gefrieren des Wasserpegels im Brunnenbecken
kommt, wird das Wasser mittels eines Zulaufes
aus vier Düsen aufgewirbelt, die im Sockel dicht
unter der Wasseroberfläche angebracht sind.
Die Temperatur
des
zwischen
dem
im
Sammelbecken des unterirdischen Schachtes
und dem Brunnen zirkulierenden Wassers wird
durch dessen Aufwärmung auf ein paar wenigen
Graden über
dem Gefrierpunkt
gehalten.
Der ganzjährige Betrieb wurde von Jíří Novák,
Restaurator und akademischer Bildhauer, entworfen,
nachfolgend von Seiten der Stadt angenommen
und auch vom Denkmalschutz akzeptiert. Durch
den ganzjährigen Betrieb des Brunnens wird
ein einziges Ziel verfolgt; dies besteht im Schutze
des Brunnens, konkret gesagt dem Schutze
von dessen Verfugung am Grund sowie in den
Beckenwänden vor dem Winter und dem Einfrieren,
da es dadurch zu einem Aufbrechen dieser
Fugen kommen könnte und folglich auch
zu einer Einwirkung auf die Wasserdichtigkeit
des Bodens und der Beckenwände. Im Falle,
dass das Brunnenbecken über die Winterzeit
entleert
wird,
ist
der
Fugenschutz
am Brunnengrunde durch eine Aufheizung
mittels
eingebauter
Heizkabel
sowie
eingesetzter
Wärmefühler
abgesichert.
Obgleich man in der Tschechischen Republik
auch während der Winterzeit Wasserelemente
mit flieβendem Wasser und nicht zugefrorenen
Oberflächen finden kann, ist uns nicht bekannt,
dass
ein
wie
beim
Neptunbrunnen
angewendetes,
ähnliches
System
bei historischen
Denkmälern
angewendet
würde.
Auftragnehmer
Projekt: SIADESIGN LIBEREC s.r.o.
Auftragnehmer
des
baulichen
Teils:
STRABAG a.s.
Restaurierungsarbeiten:
Jiří
Novák,
akademischer Bildhauer
Brunneneinsetzung: Mgr. Aleš John
Technische Fachaufsicht des Investoren:
IVESTTING CZ, spol. s.r.o.
Investor:
Statutarstadt
Liberec,
Kulturministerium der Tschechischen Republik
TOURIST-INFORMATION LIBEREC
nám. Dr. E. Beneše 23, 460 59 Liberec 1
Tel.: +420 485 101 709, Fax: +420 485 243 589,
[email protected], www.visitliberec.eu
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Sportveranstaltungen
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WIR FREUEN UNS AUF IHREN BESUCH!
Der ursprüngliche Brunnen bestand aus Holz
und diente dem Schöpfen von Trinkwasser *
die Dominante des Brunnens stellt die Statue
des auf einem Delfin stehenden Neptun dar,
der einen Dreizack in der Hand hält * später wurde
der Brunnen auf den Neruda-Platz versetzt *
die Originalstatue des Neptun ist in der Ausstellung
des Nordböhmischen Museums zu besichtigen.

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